Österreichische Umweltzeichen für Schulen

Ziel des Umweltzeichens für Schulen ist es, dass sich alle im schulischen Alltag beteiligten Personengruppen für eine nachhaltige Entwicklung ihrer Lebenswelt einsetzen. Dabei sollen Erfahrungen aus der Umsetzung von Umweltprojekten in der Schule zum weiteren Handeln im Alltag anregen.Bildungseinrichtungen werden mit dem Österreichischen Umweltzeichen für ihr besonderes Engagement in den Bereichen umweltorientiertes Handeln, Förderung der Gesundheit, und Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. Darüber hinaus sind Kooperation, Vernetzung, Partizipation und Integration zentrale Werte des Umweltzeichens.

Schulen können durch die Ist-Analyse ihrer Umweltsituation und der Lehr- und Lernkultur sowie den daraus folgenden Zielen und der Evaluation der gesetzten Maßnahmen eine interne Qualitätssteigerung erreichen. Darüber hinaus soll durch Kooperationen mit weiteren Umweltprogrammen, mit dem Schulerhalter bzw. mit der Gemeinde, durch die Beschaffung regionaler, ökologischer oder fair gehandelter Produkte sowie über Medienarbeit eine nach außen gehende Wirkung des Umweltzeichens erzielt werden.

Das Umweltzeichen für Schulen zeichnet daher Bildungseinrichtungen für ihr besonderes Engagement in den Bereichen umweltorientiertes Handeln, Gesundheitsförderung, Umweltbildung und Förderung eines sozialen Schulklimas aus.

Umweltengagement von Kindern und Jugendlichen fördern
Da an der Erreichung des Umweltzeichens auch Schüler und Schülerinnen mitarbeiten, kann gerade die wichtige Altersgruppe der Kinder und Jugendlichen für Umweltanliegen sensibilisiert und zu ökologisch sinnvollem Verhalten motiviert werden. Das Umweltzeichen kennzeichnet die Schule als eine moderne, auf Qualität ausgerichtete Bildungseinrichtung und zeigt, dass sie ihren bildungspolitischen Auftrag und ihre ökologische Verantwortung ernst nimmt.

Der Kriterienkatalog umfasst die für Schulen relevanten Anforderungen in Form von Muss- und Soll-Kriterien sowie Zusatzinitiativen:

Folgende zehn Bereiche werden zertifiziert:

  • Umweltmanagement, Information und Soziales

  • Bildungsqualität und Bildung für nachhaltige Entwicklung

  • Energienutzung und -einsparung, Bauausführung 

  • Schuleigener Außenraum

  • Gesundheitsförderung, Ergonomie und Innenraum

  • Aktive Mobilität, Schulweg und Verkehr

  • Beschaffung und Unterrichtsmaterialien

  • Ernährung inklusive Speisen- und Getränkeangebot

  • Chemische Produkte und Reinigung

  • Wasser, Abwasser, Abfallvermeidung und -Reduktion


Alle für Bildungseinrichtungen relevante Bereiche werden in den Kriterien umfasst. Zu gleichen Teilen werden Anforderungen aus dem ökologisch-technischen sowie aus dem umweltpädagogischen Bereich verknüpft:  

  • Umweltmanagement und soziale Schulentwicklung 

  • Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung 

  • Gesundheitsförderung, Ergonomie und gesunde Ernährung 

  • umweltverträglicher Einkauf (z.B.: Bürobedarf, Lebensmittel, Reinigungsmittel) 

  • sparsamer Ressourceneinsatz (z.B.: Wasser, Energie, Büromaterial) 

  • Maßnahmen zur Abfallvermeidung und –verwertung 

  • Initiativen für eine umweltverträglichere Mobilität 

  • Gestaltung und Pflege des Schul-Außenbereiches                     

Die Prüfung wird durch den Verein für Konsumenteninformation organisiert und erfolgt durch unabhängige PrüferInnen. Nach der positiven Beurteilung wird der Schule das Umweltzeichen für einen Zeitraum von vier Jahren verliehen.

Ein speziell für Schulen erstellter Leitfaden mit allgemeinen Informationen, Vorschlägen und Hilfsmitteln erleichtert dabei die Umsetzung der Richtlinie.
 

Vorteile durch das Umweltzeichen

  1. Qualitätsmanagement
    Umweltzeichen-Schulen haben ein ökologisches Schulprogramm mit einem Leitbild und verbessern dadurch kontinuierlich ihr Angebot und Schulklima. Möglichkeiten zum Feedback, Einbindung von SchülerInnen und Personal in Planungen und Prozessmanagement oder Partnerschaften mit anderen Schulen dienen dabei als Anregungen für neue Ideen und Konzepte. Durch Förderung der Weiterbildung von LehrerInnen und anderen MitarbeiterInnen werden neue Impulse gesetzt.

  2. Lust auf gemeinsames Lernen
    Wissen wird zusätzlich zum Fachunterricht aktiv in Form von Projekten, Informationsveranstaltungen oder Exkursionen vermittelt. Die SchülerInnen erhalten damit die Möglichkeit sich selbstständig mit den Lerninhalten auseinander zu setzen.

  3. Gesundheitsförderung
    Schulen mit dem Umweltzeichen ist ein gesundes und soziales Arbeitsklima ein wichtiges Anliegen. Dem Schulalltag entsprechend wird besonders auf Ergonomie, gutes Innenraumklima und -gestaltung sowie auf soziale Themen geachtet.

  4. Effiziente Nutzung von -Ressourcen
    An Umweltzeichen-Schulen setzen sich LehrerInnen, sonstige MitarbeiterInnen und SchülerInnen durch Ist-Analysen mit ihrem Ressourcenbedarf auseinander und entwickeln gemeinsame Lösungsstrategien für ökologische und ökonomische Verbesserungen.

  5. Förderung der Nachhaltigkeit
    Umweltzeichen-Schulen wollen alle am Schulleben Beteiligten wie Eltern, MitarbeiterInnen und SchülerInnen, aber auch die Gemeinden dazu anregen, für sich und ihr Handeln Verantwortung zu übernehmen und über den Schulalltag hinaus im Sinne einer nachhaltigen Zukunft aktiv zu werden. 

 

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